Die Namensgebung - Eine unkonfessionelle Weihe für die Kleinsten

 

„Mit der Geburt hat der neue Erdenbürger das unabdingbare Recht sowohl auf Leben als auch auf einen Namen erworben“

Kurt T. Neumann aus Hamburg - einer der Urväter des modernen Humanismus und Freidenkertums

 

Die Namensgebung ist ein weltliches Aufnahmeritual in die menschliche Gemeinschaft, mit dem der kleine Erdenbürger ausdrücklich auf dieser Welt willkommen geheißen wird. Der Name gehört zur Persönlichkeit und zum eigenen “Ich”. Dies zu verdeutlichen ist ein wesentliches Anliegen der Zeremonie. Die Namengebung entspricht in besonderer Weise dem Wunsch nicht konfessionell gebundener junger Thüringer Familien, wichtige Ereignisse im Leben würdig zu begehen und ihnen humanistische Inhalte zu geben.

Mit der Teilnahme an einer Feier zur Namensgebung bekunden die Familien die Bereitschaft, ihren Kindern ein selbsbestimmtes, sinnerfülltes Leben zu ermöglichen und ihnen humanistische Werte und Grundsätze zu vermitteln. Damit verbunden möchten die Eltern, dass Verwandte und Freunde, denen sie vertrauen, die Patenschaft für ihr Kind übernehmen und es auf dem zukünftigen Lebensweg begleiten. Für viele Familien, die an einer Namensgebung teilnehmen, ist gerade dies ein wichtiger Ansatz für ihre Entscheidung.

Neben der Bekundung, die Kinder im Geiste des Humanismus zu erziehen, ist vielen jungen Thüringer Familien bei der Entscheidung zur Durchführung einer Namensgebung wichtig, familiären Halt zu festigen, Dank für die Unterstützung in den ersten Lebensmonaten zu sagen und mit den Paten Menschen an die Seite zu bekommen, denen man vertraut und die bei der Erziehung des Kindes mit Liebe, Rat und Tat zur Seite stehen.

Baby gehalten von einem Arm

Foto: Lisa Schwarz / pixelio.de